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September 09 2010
“ Es gibt Menschen, die sind so etwas wie digitale Veganer. Das sind Leute, die meistens ziemlich genau wissen, was in einem Internet-Produkt steckt, auf welche Weise es produziert wird und welche sozialen Folgen der Konsum dieser Produkte hat. Sie wollen, dass von ihnen möglichst keine Daten in elektronischen Systemen gespeichert werden – und halten sich entsprechend von vielem fern. Dann gibt es aber auch digitale Vegetarier, die bewusst auf manche Angebote – zum Beispiel Facebook – verzichten, weil sie denken, dass es besser für sie und ihre Umwelt ist. Und dann gibt es noch die Entsprechung zum „bewussten Fleischesser“, also jemand, der auf keinen Genuss verzichten möchte, die Probleme aber kennt und minimieren will. ”— Im Gespräch: „Das Netz ist gar nicht so global“ — Der Freitag
November 27 2009
“ Nur zu oft ist deutlich, dass es nicht um juristischen Handlungsbedarf geht – das Internet war nie ein rechtsfreier Raum –, sondern um politische Diskurshoheit. Man muss nicht nach China oder Iran blicken, in zahlreichen Staaten – Syrien, Saudi-Arabien, Kasachstan, Nordkorea, Nepal, Vietnam, Kuba, Libyen, Tunesien, Usbekistan, Weißrussland, Türkei und viele mehr – wird das Internet zensiert, werden missliebige Nutzer ausgesperrt oder verfolgt. Die Kontrollwut aber ist in Demokratien kaum geringer, Bedenken von Datenschützern zählen ebenso wenig wie verfassungsrechtliche Einwände.— Medien: Der Staat erobert das Internet zurück - Medien - Feuilleton - FAZ.NET
(…)
Die Kompletterfassung der Nutzer ist nicht nur wirtschaftlich verführerisch, sondern erleichtert die Herrschaft. Die großen Provider scheinen einer Kooperation nicht abgeneigt. Man muss das „Missing link“ nicht lange suchen: Google-Chef Eric Schmidt und sein Konkurrent Craig Mundie, Forschungschef bei Microsoft, beispielsweise haben eine Funktion gemeinsam: Sie gehören zum Beratergremium des amerikanischen Präsidenten in Technologiefragen. Die Wege zwischen Politik und Netzwirtschaft sind kurz. ”
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SaturnPolly
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