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December 15 2009
“— Filesharing: Die Zukunft der Verwertung | Digital | ZEIT ONLINEDie Kopien der fertigen Werke sind nicht knapp, Zeit und Kreativität des Autors sind es allerdings sehr wohl. Das Modell der direkten Subskription ist mit der richtigen Infrastruktur eine viel versprechende Form der Vermarktung.
Letztlich muss sich die Verwertungsindustrie die Frage stellen, ob sie ihren Feldzug gegen die Filesharer überhaupt je gewinnen kann. Es reicht nicht, den Politikern die Texte zu schreiben, mit denen sie den Konsumenten die Mär vom "geistigen Eigentum" verkünden. Auch jeder noch so heftige Eingriff in die technische Infrastruktur wird nicht verhindern, dass digitale Werke getauscht werden können.
”
Für mich der beste Artikel der Serie zu Filesharing und Urheberrecht.
“ Daniel Schmitt gehört zu der Gruppe von Menschen, die seit etwas mehr als zwei Jahren die Webseite namens Wikileaks betreibt. Obwohl ihre Aktivitäten langsam auch in Deutschland bekannter werden, betrachten viele das Projekt noch mit überaus gemischten Gefühlen. Denn die Seite gibt jedem die Möglichkeit, geheime Dokumente an die Öffentlichkeit zu bringen, die eigentlich nie für diese bestimmt waren. ”— Wikileaks: Der Wahrheits-Hacker | Digital | ZEIT ONLINE
December 13 2009
“— Kundus-Affäre: Die einsame Entscheidung des Oberst Klein | Politik | ZEIT ONLINEÜbersetzt aus dem Bundeswehrdeutsch heißt das: Der Leiter des Wiederaufbauteams Kundus (PRT, Provincial Reconstruction Team) hat direkt nach den Bombenabwürfen kein Interesse an Untersuchungen (BDA; Battle damage assessment) durch afghanische Sicherheitskräfte (ANSF; Afghan National Security Forces) oder durch eigene Soldaten gezeigt. Nach Richtlinien der Bundeswehr und der Isaf hätte dies bereits nach wenigen Stunden erfolgen müssen.
Der Autor des Feldjägerberichts kommt zu dem Schluss: "Damit kann heute nicht mehr nachvollzogen werden, ob und ggf. welche und wie viele Personen sich am Ereignisort aufgehalten haben, bevor Isaf-Kräfte dort eintrafen. Auch wird offen bleiben ob und ggf. welche und durch wen Veränderungen der Spurenlage am Ereignisort vorgenommen wurden."
Die Ermittlungen wurden dem Oberst von außen aufgezwungen. Bundestagsabgeordnete sprechen sogar bereits von Vertuschung.
”
November 26 2009
“— Swift: Warum Europas Bankdaten für die USA tabu sein müssen | Digital | ZEIT ONLINEDürfen die USA weiter auf Europas Bankdaten zugreifen? Innenminister de Maizière will sich beim Swift-Abkommen enthalten. Damit ignoriert er rechtsstaatliche Grundsätze.
”
“ Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, wird wegen Informationspannen nach einem Luftangriff in Nordafghanistan aus dem Amt entlassen. (…) Ebenso werde der Staatssekretär Peter Wichert ausscheiden.— Luftangriff bei Kundus: Generalinspekteur Schneiderhan muss gehen | Politik | ZEIT ONLINE
Damit räumt die Bundesregierung binnen kurzer Zeit eine Informationspanne ein, über die die Bild-Zeitung berichtet hatte. Nach dem von einem Bundeswehroberst befohlenen Angriff zweier Nato-Flieger auf zwei von Taliban gekaperte Tanklaster in der Nähe von Kundus hatte der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) tagelang behauptet, es habe keine zivilen Opfer gegeben. ”
November 16 2009
“ Gosewinkel, der als Geschichts- und Rechtswissenschaftler eine Forschungsgruppe am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung leitet und an der Freien Universität Berlin lehrt, fühlte sich angesprochen. (…) Doch was der Historiker später an diesem Abend im Gespräch erfuhr, ließ ihn an der Unabhängigkeit der Museen in diesem Land zweifeln. Das Staatsministerium hatte die Ausstellung nicht nur öffentlich kritisiert. Es hatte sie vor der Eröffnung und Berggreen-Merkels Rede auch zensieren lassen.— Zensur: Bundesbeauftragter für Propaganda | Kultur | ZEIT ONLINE
Der ursprünglich vorgesehene Text hatte mit den Sätzen geendet: »Neue Gesetze über Staatsangehörigkeit und Zuwanderung schufen erst seit der Jahrtausendwende die neuen Rechtsgrundlagen. Während innerhalb Europas die Grenzen verschwinden, schottet sich die Gemeinschaft der EU zunehmend nach außen ab. Die ›Festung Europa‹ soll Flüchtlingen verschlossen bleiben.« In der nun ausgestellten Version fehlen die letzten beiden Sätze. Stattdessen steht da nun die staatliche Bekanntmachung: »Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert seitdem staatlicherseits die Integration von Zuwanderern in Deutschland.« ”
November 05 2009
“ Schon seit Anfang 2008 wird hinter verschlossenen Türen über ein Abkommen verhandelt, das dem Fälschen von Produkten, aber auch dem digitalen Datenklau den Garaus machen soll. Derzeit verhandeln Vertreter der USA, der EU, Japans und 8 weiterer Staaten in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul den Teil des so genannten Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA), den Kritiker bereits als „Schutzabkommen für die US-Entertainment-Branche“ bezeichnen. Kommt mit ACTA europaweit die Internetsperre, wie sie auch die hoch umstrittene französische Hadopi-Regel vorsieht?— Geheimabkommen: Netzsperren durch die internationale Hintertür | Digital | ZEIT ONLINE
(…)
…die von den USA vorgeschlagenen Regeln beinhalteten die Sperrung von Zugängen „unter angemessenen Umständen“, so genannte Notice-and-Takedown-Verfahren und ein Verbot der Umgehung von Kopierschutzmassnahmen. ”
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